Beherrschen Sie Ihre ESG-Kriterien?

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Lucie Monnot

Content Marketing Manager

Die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance) gewinnen in der Wertermittlung eines Unternehmens zunehmend an Gewicht. Als Säulen des nichtfinanziellen Reportings sind diese ESG-Kriterien vor allem wertvolle strategische Werkzeuge für jedes Unternehmen, das verantwortungsvoll und nachhaltig performen möchte. Entscheidend ist jedoch, die richtigen Kriterien zu wählen und sie korrekt zu messen …

Inhaltsverzeichnis

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ESG-Kriterien – Warum Ihr Unternehmen betroffen ist

Finanzielle Rentabilität ist nicht länger das einzige Kriterium zur Messung von Performance und Unternehmenswert. Selbst für Investoren wird Performance heute ganzheitlich verstanden und umfasst – über die finanzielle Dimension hinaus – Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte, dargestellt durch die ESG-Kriterien. Laut einer 2023 von PwC veröffentlichten Studie haben 56 % der Investoren eine Transaktion bereits aus ESG-bezogenen Gründen abgebrochen, und 69 % betrachten ESG-Kriterien als Teil der Prioritäten zur Wertschöpfung in ihrer Anlagestrategie. Über Investoren hinaus spielen ESG-Kriterien auch eine wachsende Rolle bei der Bewertung von Unternehmen durch NGOs und Gewerkschaftsorganisationen. Als Spiegel des Engagements und des ethischen Verhaltens des Unternehmens beeinflussen sie auch dessen Fähigkeit, Talente zu gewinnen und zu binden.
Seit 2017 – als Umsetzung der europäischen Richtlinie von 2014 – zeigt sich die Berücksichtigung von ESG-Kriterien in Frankreich durch die Pflicht zur Veröffentlichung einer Erklärung zur nichtfinanziellen Performance (DPEF), die folgenden Unternehmen obliegt:
  • Börsennotierten Gesellschaften mit mehr als 40 Mio. Euro Umsatz und/oder mehr als 500 Mitarbeitern;
  • Nicht börsennotierten Gesellschaften mit mehr als 100 Mio. Euro Umsatz und/oder mehr als 500 Mitarbeitern.
Mit Inkrafttreten am 1. Januar 2024 stärkt die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) diesen nichtfinanziellen Reporting-Rahmen mit dem Ziel, die von europäischen Unternehmen zu Nachhaltigkeitsthemen veröffentlichten Informationen zum Zwecke der Transparenz und Vergleichbarkeit zu harmonisieren. Die Richtlinie erweitert die nichtfinanzielle Reporting-Pflicht auch auf neue Unternehmenskategorien gemäß folgendem Zeitplan:
Auch wenn der Text direkt nur Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und börsennotierte KMU betrifft, hat er indirekt Auswirkungen auf viele KMU: Die unter seinen Geltungsbereich fallenden Unternehmen müssen nämlich Informationen über ihre gesamte Wertschöpfungskette kommunizieren. Mit anderen Worten: Sind Sie ein KMU, werden Ihre Kunden, Großkunden und Lieferanten zunehmend Daten für die Berechnung von ESG-bezogenen Kennzahlen von Ihnen anfordern.
Ob KMU, mittelgroßes Unternehmen oder Großkonzern – die Fähigkeit, Daten zu liefern, die belegen, dass Ihr Unternehmen verantwortungsvoll und nachhaltig handelt, wird zur Zugangsvoraussetzung für bestimmte Märkte. Der Besitz dieser Daten ermöglicht jedem Unternehmen, seine Strategie so auszurichten, dass wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele miteinander in Einklang gebracht werden.

Die richtigen ESG-Kriterien wählen

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Die – nicht erschöpfende – Auflistung zeigt, dass das theoretische Spektrum der ESG-Kriterien extrem weit ist.

Es geht nicht darum, dass jedes Unternehmen in allen diesen Bereichen Rechenschaft ablegt, sondern darum, die für das Unternehmen relevanten Themen entsprechend der Natur seiner Aktivitäten und der Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsauswirkungen seiner Praktiken auszuwählen.

Die Bestimmung relevanter Kriterien für jedes Unternehmen hängt von einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse ab. Die einfache Wesentlichkeitsanalyse (oder finanzielle Wesentlichkeit) beschränkt sich auf die Bewertung der Auswirkungen von ESG-Themen auf die finanzielle Performance und den wirtschaftlichen Wert des Unternehmens. Der Gesetzgeber hält das für unzureichend, da es die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt, Stakeholder und die Gesellschaft insgesamt nicht widerspiegelt. Daher wird die einfache Wesentlichkeitsanalyse durch eine Auswirkungswesentlichkeitsanalyse ergänzt, die ESG-Themen mit erheblichen – realen oder potenziellen – Folgen für Menschen und Umwelt innerhalb des Unternehmens wie auch vor- und nachgelagert in seiner Wertschöpfungskette identifiziert.
 
ESG-Kriterien in Kennzahlen übersetzen: Die entscheidende Rolle der Daten
Im Sinne des europäischen Gesetzgebers müssen die am Ende dieser doppelten Wesentlichkeitsanalyse ausgewählten Kriterien dem Unternehmen ermöglichen, in seiner Erklärung zur nichtfinanziellen Performance zu erläutern, sowohl:
  • wie sein finanzieller Wert durch Umwelt-, Sozial- und/oder Governance-Faktoren beeinflusst werden kann;
  • wie seine Aktivitäten die Umwelt und die Gesellschaft beeinflussen oder beeinflussen können;
  • welche Maßnahmen eingeleitet wurden, um negative Auswirkungen zu reduzieren und die positiven Beiträge des Unternehmens zum „sozial gerechten Übergang zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem“ des Europäischen Green Deals zu maximieren.

ESG-Kriterien in Kennzahlen übersetzen: Die entscheidende Rolle der Daten

Um die relevantesten Informationen entsprechend ihrer Aktivitäten zu verbreiten und den Erwartungen ihrer Stakeholder gerecht zu werden, nutzen nichtfinanzielle Reporting-pflichtige Unternehmen internationale Reporting-Rahmen.
 
Die Leitlinien und Normen dieser Rahmen ermöglichen eine gewisse Standardisierung der kommunizierten Informationen – unverzichtbar für den Unternehmensvergleich. Laut einer 2023 vom Medef durchgeführten Studie sind die am häufigsten genutzten Rahmen jene der Global Reporting Initiative (GRI) – genutzt von 57 % der Unternehmen – und des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) – in 39 % der Fälle.
 
In einem Kontext der ESG-Reporting-Konvergenz veröffentlichte die EFRAG 2023 einen Normensatz (European Sustainability Reporting Standards – ESRS), der von einer wachsenden Anzahl von Unternehmen übernommen werden dürfte. In diesem Zusammenhang plant die EFRAG, 2025 sektorspezifische ESRS-Versionen zu veröffentlichen.
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Über die textlichen Informationen hinaus, die die strategische Vision des Unternehmens in Sachen nachhaltiger Entwicklung und die spezifischen Ziele zur Verbesserung der ESG-Performance darlegen, muss das nichtfinanzielle Reporting quantitative Kennzahlen präsentieren, die die Unternehmensaussagen objektivieren. Ob auf bestehenden Standards basierend oder vom Unternehmen selbst entwickelt – diese Kennzahlen stützen sich auf Daten, die zuverlässig und überprüfbar erhoben und verarbeitet werden müssen.
 
Dieser Punkt ist entscheidend: Die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der Quelldaten bestimmt in hohem Maße die Validierung der nichtfinanziellen Performanceerklärung durch eine unabhängige Drittinstanz – die im Rahmen der CSRD verpflichtend ist.
 
Auch der ESG-Score des Unternehmens hängt von der Qualität der zugrunde liegenden Daten ab. Dieser synthetische Indikator – eine von nichtfinanziellen Ratingagenturen berechnete Punktzahl von 0 bis 100 – ermöglicht die Differenzierung von Unternehmen nach ihrem Nachhaltigkeits- und CSR-Niveau. Ein ESG-Score unter 50 weist auf eine unzureichende Berücksichtigung der ESG-Kriterien hin, während eine Punktzahl über 70 bescheinigt, dass das Unternehmen in allen ESG-Bereichen Best Practices anwendet.
 
Als Unternehmen mit gesellschaftlicher Mission hilft Nomadia Unternehmen konkret dabei, ihre ESG-Kriterien zu beherrschen und ihre Maßnahmen auf zuverlässige Daten zu stützen – dank Tools, die die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit mobiler Fachkräfte verbessern und gleichzeitig ihre Produktivität steigern und ihren Umwelt-Fußabdruck reduzieren.
 
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Häufig gestellte Fragen

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Mit welchen Instrumenten lässt sich ein Vertriebsteam optimieren?

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