LIFO-Methode: Definition, Vorteile und Berechnung
- 07/08/2026
- 15:34
Lesezeit : 2 min
Content Marketing Manager
Inhaltsverzeichnis
Was ist die LIFO-Methode?
- Definition der LIFO-Methode
- Wann wird LIFO eingesetzt?
- Unterschied zwischen LIFO, FIFO und FEFO
Vorteile und Nachteile der LIFO-Methode
- Optimierung der Warenflüsse im Lager: Durch den Einsatz von LIFO werden die neuesten Artikel vorne oder an leicht zugänglichen Stellen gelagert, was die Produktflüsse in Lagern mit hohem Umschlag vereinfacht. Neue Wareneingänge lassen sich einfacher verwalten, und unnötige Handlingsschritte bei älteren Beständen werden vermieden.
- Effizienz in Hochrotationsumgebungen: LIFO eignet sich besonders für Unternehmen, die nicht verderbliche Produkte wie Baumaterialien oder Industrieersatzteile verwalten. Da diese Produkte kein Ablaufdatum haben, können die neuesten zuerst verkauft oder verwendet werden – ohne Qualitätsverlustrisiko.
- Reduzierung lagerungsbedingter Kosten: Durch die vorrangige Entnahme der neuesten Artikel wird Lagerplatz für neue Waren schneller freigegeben. Dies ermöglicht eine bessere Nutzung der Lagerfläche und kann die Kosten für die Verwaltung eines umfangreichen Bestands senken.
- Reaktionsfähigkeit bei neuen Bestellungen: Da mit LIFO zuletzt eingelagerte Produkte häufig die am stärksten nachgefragten oder am besten an Marktschwankungen angepassten sind, kann diese Methode eine bessere Reaktionsfähigkeit auf Kundenbestellungen ermöglichen. Die operative Agilität wird gesteigert – besonders in Branchen mit regelmäßig schwankender Nachfrage.
- Anhäufung veralteter Bestände: Einer der größten Nachteile von LIFO besteht darin, dass ältere Produkte lange im Lager verbleiben können. Dies kann zu Qualitätsverlust oder Obsoleszenz führen – selbst bei nicht verderblichen Produkten. Es besteht das Risiko, dass alte Bestände unverkäuflich werden oder veralten.
- Erhöhter Verwaltungsaufwand: Im Vergleich zur FIFO-Methode erfordert LIFO eine striktere Organisation, um sicherzustellen, dass neue Produkte systematisch zuerst entnommen werden. Dies setzt ausgefeilte Logistik-Tools und klar definierte Prozesse voraus, um Fehler bei Lagerentnahmen zu vermeiden.
- Erschwerte Zugänglichkeit älterer Bestände: Da ältere Artikel häufig im hinteren Bereich von Regalen oder in weniger zugänglichen Lagerzonen landen, kann ihre Entnahme bei Bedarf aufwendig sein. Dies kann zu höheren Personalkosten führen, wenn alte Produkte verwendet oder umgelagert werden müssen.
- Weniger geeignet für schnell ablaufende Produkte: Die LIFO-Methode ist ungeeignet für Produkte, die sensibel auf das Ablaufdatum reagieren, wie Lebensmittel oder Arzneimittel. Beim Einsatz von LIFO besteht ein hohes Risiko, dass diese Produkte vor ihrer Verwendung oder ihrem Verkauf ablaufen, was zu erheblichen Verlusten führen kann.
Werkzeuge zur Umsetzung der LIFO-Methode
- 1. Lagerverwaltungssysteme (WMS – Warehouse Management System)
- Chargenverfolgung: Das WMS erfasst die Eingangsdaten der Artikel und stellt sicher, dass die neuesten bevorzugt entnommen werden.
- Automatisierung: LIFO-Regeln können im WMS konfiguriert werden, um die automatische Kommissionierung der Artikel zu optimieren.
- Berichte und Warnmeldungen: Das WMS erstellt Berichte zur Gewährleistung der LIFO-Konformität und sendet Warnmeldungen, wenn Bestände bestimmte Schwellenwerte überschreiten.
- 2. Barcodes und RFID
- Barcodes: Sie ermöglichen die Identifikation der neuesten Artikel durch schnelle Scans und erleichtern so die Bestandsverwaltung gemäß LIFO.
- RFID: RFID-Etiketten ermöglichen die automatische Verfolgung und Lokalisierung von Artikeln im Lager und erleichtern ihre Entnahme, ohne jeden Artikel manuell scannen zu müssen.
- 3. Dynamische Regalsysteme
- Regale mit umgekehrtem Fluss: Im Gegensatz zu FIFO-Systemen werden neue Artikel vorne und ältere hinten platziert, sodass die neuesten Artikel bevorzugt entnommen werden.
- Einfacher Zugang: Diese Systeme reduzieren menschliche Fehler und optimieren die Lagerfläche unter Einhaltung der LIFO-Logik.
- 4. ERP (Enterprise Resource Planning) mit Bestandsverwaltung
- Verwaltung von Ein- und Ausgängen: Das ERP kann alle Bestandsbewegungen in Echtzeit verwalten und die LIFO-Methode automatisch anwenden.
- Ressourcenplanung: Durch die Nachverfolgung der Bestandsentwicklung ermöglicht das ERP eine bessere Planung von Nachbestellungen bei gleichzeitiger Priorisierung der neuesten Artikel.
- Management-Berichte: Das ERP bietet Analysen über die finanziellen Auswirkungen der LIFO-Methode – insbesondere in Phasen schwankender Rohstoffpreise.
- Echtzeit-Nachverfolgung: Mitarbeiter können mobile Geräte nutzen, um Bestandsbewegungen direkt vor Ort zu aktualisieren.
- Genauigkeit: Diese Anwendungen ermöglichen das Scannen von Artikeln und stellen sicher, dass die neuesten Bestände zuerst entnommen werden.
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