Genehmigung für den leichten Güterverkehr: Wie erhält man sie?

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Lucie Monnot

Content Marketing Manager

Der Einstieg in den leichten Güterverkehr erfordert die Einhaltung eines strikten Rechtsrahmens – insbesondere durch die Einholung einer Transportgenehmigung. Diese unerlässliche Verwaltungserlaubnis für eine legale Ausübung der Tätigkeit garantiert die Einhaltung geltender Normen und belegt die Professionalität des Unternehmens. Dennoch stellen sich viele Unternehmer die Frage: Wie erhält man diese Genehmigung und welche Bedingungen müssen erfüllt sein? Dieser Artikel erläutert die erforderlichen Schritte, die damit verbundenen Pflichten sowie die unverzichtbaren Tools für die optimale Verwaltung eines Transportunternehmens.

Inhaltsverzeichnis

Livreur chargeant des colis cartonnés à l'arrière d'un camion de livraison blanc devant un entrepôt industriel

Was ist eine Genehmigung für den leichten Güterverkehr?

  • Définition

Diese Genehmigung wird nach Eintragung in das Register der Transportunternehmen und Vermieter erteilt, das von der DREAL (Direction Régionale de l’Environnement, de l’Aménagement et du Logement – der regionalen Umwelt- und Planungsbehörde in Frankreich) geführt wird. Um eingetragen zu werden, muss das Unternehmen insbesondere seine berufliche Befähigung, seine finanzielle Leistungsfähigkeit, seine berufliche Zuverlässigkeit und seinen Sitz in Frankreich nachweisen.

  • Unterschiede zwischen Genehmigung und Befähigungsnachweis
 
Es ist wichtig, zwischen der Transportgenehmigung und dem Befähigungsnachweis zu unterscheiden.

Der Befähigungsnachweis (attestation de capacité de transport) ist ein persönliches Dokument, das einer natürlichen Person ausgestellt wird und ihre beruflichen Kompetenzen zur Leitung eines Transportunternehmens bescheinigt. Dieser Nachweis kann durch Bestehen einer Prüfung, durch Anerkennung bestimmter Berufserfahrungen oder durch Gleichwertigkeit bestimmter Diplome erlangt werden. Er ist für die Person vorgeschrieben, die die effektive und dauerhafte Leitung des Transportunternehmens übernimmt.

Die Transportgenehmigung hingegen ist eine Erlaubnis, die dem Unternehmen selbst erteilt wird und es berechtigt, die öffentliche Güter- oder Personenbeförderung legal auszuüben. Um sie zu erlangen, muss das Unternehmen insbesondere von einer Person geleitet werden, die den entsprechenden Befähigungsnachweis besitzt. Die Genehmigung ist daher an das Unternehmen geknüpft, während der Befähigungsnachweis an die Person gebunden ist, die das Transportunternehmen leitet.
 
Zusammenfassend ist der Befähigungsnachweis eine Voraussetzung für die Erlangung der Transportgenehmigung. Der erste bescheinigt die beruflichen Kompetenzen einer natürlichen Person, während die zweite ein Unternehmen berechtigt, die Transporttätigkeit auf nationalem Gebiet auszuüben.

Définition 🔎

Eine Genehmigung für den leichten Güterverkehr ist eine offizielle Erlaubnis der französischen Verwaltung. Sie erlaubt einem Unternehmen, den öffentlichen Gütertransport mit Fahrzeugen durchzuführen, deren zulässiges Gesamtgewicht (zGG) 3,5 Tonnen nicht übersteigt.

Warum ist diese Genehmigung wichtig?

Eine Genehmigung für den leichten Güterverkehr ist aus mehreren rechtlichen und beruflichen Gründen unerlässlich. Zunächst ermöglicht sie die Einhaltung der geltenden Vorschriften. In Frankreich und der Europäischen Union muss jedes Unternehmen, das Waren für Dritte mit einem Fahrzeug unter 3,5 Tonnen transportieren möchte, bei den zuständigen Behörden registriert sein und einen Berufsqualifikationsnachweis besitzen. Ohne diese Genehmigung riskiert der Transportunternehmer Sanktionen bis hin zum Berufsverbot.
 
Außerdem verleiht sie eine bessere Glaubwürdigkeit am Markt. Ein Unternehmen mit Genehmigung schafft Vertrauen bei Kunden und Partnern, was den Zugang zu Verträgen mit Unternehmen oder Logistikplattformen erleichtern kann, die diese Zertifizierung für eine Zusammenarbeit verlangen. Sie ist ein Zeichen für Professionalität und Konformität.
 
Auch der Versicherungsaspekt ist wichtig. Im Falle eines Unfalls oder Rechtsstreits könnte ein nicht lizenzierter Transportunternehmer nicht durch seine Versicherung abgedeckt sein, was erhebliche finanzielle Folgen haben kann. Die Genehmigung stellt zudem sicher, dass der Transportunternehmer die gesetzlichen Pflichten in Bezug auf Sicherheit und Haftung einhält.
 
Sozial und steuerlich gesehen garantiert die Genehmigung, dass das Unternehmen bei den zuständigen Verwaltungsstellen registriert ist. Sie ermöglicht die Einhaltung der Regelungen zu Arbeitszeiten, Pflichtruhezeiten und Fahrervergütung.
 
Schließlich trägt sie dazu bei, den Wettbewerb zu regulieren und Schwarzarbeit zu bekämpfen. Ohne einen strengen Rechtsrahmen könnte der Transportsektor von nicht angemeldeten Akteuren dominiert werden, was eine unlautere Konkurrenz schafft und regelkonforme Unternehmen gefährdet.

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Die erforderlichen Schritte für den Antrag

Für den Genehmigungsantrag besteht der erste Schritt darin, den Berufsqualifikationsnachweis (attestation de capacité professionnelle) zu erhalten. Mit diesem Nachweis in der Hand ist ein Dossier zusammenzustellen, das u. a. das Cerfa-Formular n°14557*03, einen Nachweis der finanziellen Leistungsfähigkeit, einen Nachweis der beruflichen Zuverlässigkeit und einen Nachweis des Firmensitzes in Frankreich umfasst. Dieses Dossier ist anschließend an die zuständige DREAL zu übermitteln.
Nach Validierung des Dossiers durch die DREAL wird die Inlandstransportgenehmigung erteilt. Sie ist zehn Jahre gültig, und eine beglaubigte Kopie dieser Genehmigung muss sich in jedem Fahrzeug befinden, das für die Transporttätigkeit genutzt wird.

Wie erhält man eine Genehmigung für den leichten Güterverkehr?

Voraussetzungen und Vorbedingungen
 
Hinsichtlich der Voraussetzungen ist es unerlässlich, einen Berufsqualifikationsnachweis für den leichten Straßengüterverkehr zu besitzen. Dieser Nachweis kann auf drei Wegen erlangt werden:
  • durch Absolvierung einer 105-stündigen Schulung mit anschließender Prüfung,
  • durch den Nachweis von mindestens zwei Jahren Berufserfahrung als Leiter eines Unternehmens des öffentlichen Straßengüterverkehrs,
  • durch den Besitz eines anerkannten Diploms im Transportbereich, wie einem BTS Transport oder einem DUT Gestion Logistique et Transport.
Es ist außerdem erforderlich, eine ausreichende finanzielle Leistungsfähigkeit nachzuweisen – festgesetzt auf 1.800 € für das erste Fahrzeug und 900 € für jedes weitere Fahrzeug. Darüber hinaus darf der Antragsteller nicht wegen schwerwiegender Verstöße verurteilt worden sein oder einem Berufsverbot unterliegen, wodurch seine berufliche Zuverlässigkeit gewährleistet wird. Schließlich muss das Unternehmen in Frankreich domiziliert sein, mit einer physischen Adresse, an der die Verwaltungsunterlagen aufbewahrt werden und die Fahrzeuge abgestellt sind.
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Sanktionen und Ausnahmen rund um die Genehmigung für den leichten Güterverkehr

Risiken bei Nichtvorliegen der Genehmigung

 
Die Ausübung einer Tätigkeit als öffentlicher Straßentransportunternehmer ohne ordnungsgemäße Genehmigung setzt das Unternehmen schweren Strafmaßnahmen aus. Gemäß Artikel L3452-6 des Code des transports wird dies mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und einer Geldstrafe von 15.000 € bestraft.
Darüber hinaus kann der Regionalpräfekt Verwaltungsmaßnahmen gegen das Unternehmen ergreifen, wie den vorübergehenden oder dauerhaften Entzug der Transportgenehmigungen, die Stilllegung der Fahrzeuge oder den Verlust der beruflichen Zuverlässigkeit des gesetzlichen Vertreters oder des Transportleiters.
Sonderfälle und Ausnahmen
Bestimmte Situationen ermöglichen es, von der Pflicht zur Genehmigung abzuweichen:
  • Fahrzeuge unter 2,5 Tonnen: Beim internationalen Transport können Fahrzeuge, deren zulässiges Höchstgewicht 2,5 Tonnen nicht übersteigt, von der EU-Genehmigungspflicht befreit sein.
  • Berufserfahrung: Personen, die mindestens 10 Jahre ununterbrochen als Transportleiter vor dem 20. August 2020 tätig waren, können von der Pflicht zum Besitz des Berufsqualifikationsnachweises befreit werden, wenn das Unternehmen ausschließlich Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen einsetzt.
Es ist für Transportunternehmer unerlässlich, diese Pflichten und Ausnahmen gut zu verstehen, um die Konformität ihrer Tätigkeit zu gewährleisten und potenzielle Sanktionen zu vermeiden.
Mit dieser Genehmigung können Sie Ihr Transportunternehmen gründen! Sie werden jedoch Tools benötigen, um Ihre Lieferungen zu optimieren.
 

Tools für ein Unternehmen im leichten Güterverkehr

Zunächst ist ein Transport Management System (TMS) unverzichtbar, das die Streckenplanung, das Echtzeit-Tracking der Lieferungen und die Routenoptimierung ermöglicht. Ein ERP (Enterprise Resource Planning) kann ebenfalls nützlich sein, um die buchhalterischen, kaufmännischen und administrativen Aspekte des Unternehmens zu verwalten – mit Tools wie SAP, Odoo oder Sage. Ergänzend hilft ein CRM (Customer Relationship Management) bei der Verwaltung der Kundenbeziehungen und der Automatisierung der Kommunikation. GPS und Navigationslösungen ermöglichen die Auswahl der besten Routen und die Vermeidung von Staus. Für ein fortgeschritteneres Tracking bieten Flottenmanagementlösungen die Möglichkeit, den Kraftstoffverbrauch, den Fahrzeugzustand und den Standort in Echtzeit zu überwachen. Bestimmte IoT-Sensoren können auch in Fahrzeugen installiert werden, um Temperatur und Feuchtigkeit zu verfolgen – besonders nützlich für den Transport sensibler Waren.
 
Die Kommunikation und Koordination zwischen den Teams muss reibungslos sein. Anwendungen wie WhatsApp Business, Slack oder Microsoft Teams erleichtern den Austausch zwischen Fahrern, Disponenten und Kunden. Aufgabenverwaltungsplattformen wie Trello oder Asana ermöglichen die Zuweisung von Lieferungen und die Verfolgung laufender Aufgaben.
 
Für das Finanz- und Verwaltungsmanagement ist eine Buchhaltungssoftware unverzichtbar. Lösungen wie QuickBooks, Sage oder Ciel Compta ermöglichen die Verwaltung von Rechnungen, Zahlungen und Spesenabrechnungen. Ein Online-Zahlungssystem wie Stripe, PayPal oder SumUp erleichtert zudem sichere Transaktionen mit Kunden. Es ist auch sinnvoll, eine Software zur Vertrags- und Dokumentenverwaltung wie DocuSign oder Adobe Sign zu nutzen, um Lieferscheine und Verträge digital zu archivieren.
 
Die Sicherheit ist ein weiterer Schlüsselaspekt des leichten Güterverkehrs. Eingebaute Kameras ermöglichen die Überwachung der Fahrten und die Unfallprävention. Alarm- und Diebstahlschutzsysteme sowie GPS-Tracker verstärken den Schutz der Fahrzeuge und Waren.
 
Schließlich ist eine gut organisierte Online-Präsenz unerlässlich, um Kunden zu gewinnen und zu binden. Eine Website und eine mobile App ermöglichen es Kunden, ihre Bestellungen zu verfolgen und einfach auf die angebotenen Dienste zuzugreifen. Die Automatisierung von E-Mails und SMS informiert Kunden in Echtzeit über den Status ihrer Lieferung.
 
Die Integration dieser verschiedenen Tools verbessert die Rentabilität, garantiert eine bessere Kundenzufriedenheit und optimiert das tägliche Operationsmanagement. Die Einholung einer Genehmigung für den leichten Güterverkehr ist ein unverzichtbarer Schritt, um die Transporttätigkeit legal und sicher auszuüben. Sind Sie bereit, gut vorbereitet zu starten? Zögern Sie nicht, Nomadia für die Verbesserung Ihrer Logistikdienstleistungen zu kontaktieren!

Häufig gestellte Fragen

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