FIFO-Methode: Definition, Vorteile und Berechnung

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Lucie Monnot

Content Marketing Manager

Ob Sie ein Unternehmen mit verderblichen Produkten führen oder als Manager Ihre Kosten in Inflationszeiten optimieren möchten: Das Verständnis und die Anwendung von FIFO kann einen erheblichen Einfluss auf die Rentabilität und das Bestandsmanagement haben. In diesem Artikel untersuchen wir die FIFO-Methode im Detail – ihre Vorteile, Nachteile sowie die Tools für das Einsatzmanagement, um sie effizient umzusetzen.

Inhaltsverzeichnis

Cariste manœuvrant un chariot élévateur rouge dans un entrepôt à haute densité avec rayonnages métalliques chargés de palettes colorées

Unterschied zwischen FIFO, FILO und FEFO

FIFO, FILO und FEFO sind Bestandsverwaltungssysteme, die sich durch die Reihenfolge der Warenentnahme unterscheiden.
Im Vergleich zu FIFO besagt FILO (First In, Last Out), dass die zuletzt eingelagerten Produkte als Erste verwendet werden – häufig eingesetzt für Baumaterialien oder nicht verderbliche Produkte.
FEFO (First Expired, First Out) priorisiert die Entnahme der Artikel mit dem nächsten Ablaufdatum – entscheidend für Produkte wie Lebensmittel oder Arzneimittel. Die Wahl der Methode richtet sich nach den spezifischen Anforderungen des Bestandsmanagements und den jeweiligen Produkttypen.

Wann wird die FIFO-Methode eingesetzt?

 
Verderbliche Produkte: ideal für Lebensmittel oder Arzneimittel, bei denen ablaufbedingte Verluste vermieden werden müssen. Obsoleszenz vermeiden: Bei Technologie- oder Modeprodukten ermöglicht FIFO den Abverkauf älterer Artikel vor neueren. Qualitätserhalt: für Produkte, deren Qualität mit der Zeit abnimmt (Materialien, Chemikalien). Lagerverwaltung: vereinfacht die physische Bestandsverwaltung durch Vermeidung unnötiger Umlagerungen.

Was ist die FIFO-Methode? 🔎

Definition: Die FIFO-Methode, kurz für „First In, First Out“ (Erster Eingang, Erster Ausgang), ist eine Bestandsverwaltungstechnik, die hauptsächlich in der Logistik und Produktion eingesetzt wird. Ihr Prinzip ist einfach: Die ersten Bestandseinheiten, die in das System eingehen (die zuerst eingekauften oder hergestellten Produkte), verlassen es auch als Erste – d. h. sie werden zuerst verwendet, verkauft oder verbraucht.

Das Verständnis dieser Methode ist essenziell für eine optimale Bestandsverwaltung und für eine präzise Kostenbewertung.
 
Die Berechnung des Bestandswerts und der Wareneinstandskosten erfolgt auf Basis der Eingangsdaten der Produkte. So funktioniert das konkret:
Tableau de gestion des stocks illustrant la méthode FIFO avec colonnes d'entrées, sorties et stocks valorisés par date et numéro de lot
Diese Methode gewährleistet eine logisch nachvollziehbare Kostenverwaltung und spiegelt die Warenrotation besser wider – insbesondere in Umgebungen, in denen die Eingangsreihenfolge der Produkte für die Qualität oder Versorgungskontinuität entscheidend ist.

Die Berechnung der FIFO-Methode

Wareneingang: Jedes Produktlos wird mit seinen Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Lagereingangs erfasst. Werden beispielsweise 100 Einheiten zu 10 € und anschließend 50 Einheiten zu 12 € eingekauft, liegen zwei separate Chargen im Lager vor: eine mit 100 Einheiten zu 10 € und eine mit 50 Einheiten zu 12 €.
Warenausgang: Bei einem Verkauf oder Verbrauch werden vorrangig Produkte aus der ältesten Charge entnommen – also aus der zuerst eingekauften. Betrifft eine Bestellung 80 Einheiten, werden diese aus der ersten Charge von 100 Einheiten zu 10 € entnommen. Folgt eine weitere Bestellung über 30 Einheiten, werden die verbleibenden 20 Einheiten der ersten Charge verwendet und die restlichen 10 Einheiten der zweiten Charge zu 12 € entnommen.
Berechnung der Wareneinstandskosten (Einstandskosten): Die Kosten der verkauften oder verwendeten Produkte werden auf Basis des Preises der jeweiligen Charge berechnet. Wurden beispielsweise 80 Einheiten aus der ersten Charge zu 10 € verkauft, belaufen sich die Wareneinstandskosten auf:
  • 80 × 10 € = 800 €
  • Nimmt eine neue Bestellung 30 Einheiten auf (20 zu 10 € und 10 zu 12 €), ergibt sich: (20 × 10 €) + (10 × 12 €) = 200 € + 120 € = 320 €
Wert des Restbestands: Nach dem Warenausgang wird der verbleibende Bestand auf Basis der noch nicht verwendeten Chargen bewertet. In unserem Beispiel verbleiben nach beiden Entnahmen 40 Einheiten der zweiten Charge (50 – 10) zu einem Stückpreis von 12 €:
  • 40 × 12 € = 480 €
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Vorteile und Nachteile der FIFO-Methode

  • Die Vorteile
Verwaltung verderblicher Produkte: Die FIFO-Methode ist besonders effektiv für die Bestandsverwaltung verderblicher Produkte oder solcher mit Ablaufdatum. Sie stellt sicher, dass die ältesten Produkte zuerst verwendet oder verkauft werden, und reduziert so das Verlustrisiko durch Verfall. Ideal für Branchen wie die Lebensmittel- oder Pharmaindustrie.
Reduzierung von Obsoleszenz: FIFO begrenzt die Anhäufung veralteter Bestände. Durch den bevorzugten Abverkauf älterer Artikel verhindert diese Methode, dass Produkte obsolet werden – besonders in Branchen wie Elektronik oder Mode, wo Produkte schnell an Wert verlieren können.
Einfachheit der Verwaltung: FIFO ist einfach zu implementieren und zu verstehen, was sie zu einer intuitiven Bestandsverwaltungsmethode macht. Sie ermöglicht eine klare Organisation und eine vereinfachte Nachverfolgung von Ein- und Ausgängen – besonders hilfreich für Lager mit einer großen Produktvielfalt.
Übereinstimmung von Kosten und Verkaufspreis: Im Rechnungswesen spiegelt FIFO die Beziehung zwischen Anschaffungskosten und aktuellem Verkaufspreis besser wider, da die ältesten (und häufig günstigeren) Produkte zuerst verkauft werden. Dies ist besonders vorteilhaft in Phasen stabiler oder sinkender Preise.
  • Die Nachteile
Schwierigkeiten in Hochrotationsumgebungen: In Lagern mit hohem Umschlag oder mit sperrigen Artikeln kann die physische Bestandsverwaltung komplex sein. Es kann schwierig sein, die Produkte so zu organisieren, dass die ältesten stets leicht zugänglich sind. Dies kann zusätzliche Handlingsschritte und höhere Personalkosten verursachen.
Weniger effektiv in Inflationszeiten: In Inflationszeiten kann FIFO finanziell weniger vorteilhaft sein. Durch den bevorzugten Abverkauf älterer (zu niedrigeren Preisen eingekaufter) Artikel können Unternehmen geringere Margen verbuchen, da die aktuellen Produktionskosten nicht in den verkauften Produkten widergespiegelt werden.
Infrastrukturbedarf: Für eine effiziente FIFO-Bestandsverwaltung kann ein gut organisiertes Lagersystem sowie der Einsatz technologischer Tools wie Lagerverwaltungssysteme (WMS) erforderlich sein, um die Eingangsdaten der Produkte präzise zu verfolgen. Ohne diese Tools kann die konsequente Einhaltung der Methode schwierig werden.
Verwaltung großer Mengen: FIFO kann zur Anhäufung älterer Bestände führen, wenn die Warenflüsse nicht gut gesteuert werden. Bei langsamer Rotation können alte Produkte länger als geplant im Lager verbleiben, was zu Platzmangel und höheren Inventarkosten führt.
Insgesamt eignet sich die FIFO-Methode besonders für Unternehmen, die eine klare und reibungslose Bestandsverwaltung anstreben – insbesondere wenn sie in Branchen tätig sind, in denen die Verwaltung verderblicher Produkte eine zentrale Rolle spielt. Ihre Anwendung in Inflationszeiten oder in Branchen mit starken Preisschwankungen kann jedoch eine Herausforderung darstellen.
Werkzeuge zur Umsetzung der FIFO-Methode
  • Lagerverwaltungssysteme (WMS – Warehouse Management System)
Ein WMS ist eine Software zur Verwaltung von Lagerbeständen. Es ermöglicht die präzise Nachverfolgung der Eingangsdaten der Produkte im Bestand, deren Lagerort sowie ihre Verwendung oder Entnahme. Ein modernes WMS bietet häufig integrierte FIFO-Funktionen, mit denen Entnahmeregeln auf Basis des Eingangsdatums konfiguriert werden können:
  • Warenverfolgung: automatische Chargenverfolgung mit Benachrichtigungen für die Verwendung älterer Produkte.
  • Standortorganisation: stellt sicher, dass ältere Produkte so platziert werden, dass sie leicht zugänglich sind.
  • Analyse und Berichte: erstellt Berichte zur Bestandsrotation und warnt vor Ablaufrisiken.
  • Barcodes und RFID
Der Einsatz von Barcode-Scannern oder RFID (Radio Frequency Identification) erleichtert die Identifikation und Nachverfolgung von Produkten im Lager. Jeder Artikel oder jedes Los kann mit einem Barcode oder RFID-Etikett versehen werden, das Informationen wie das Eingangsdatum im Lager enthält. Dies hilft, Produkte, die im Rahmen der FIFO-Methode zuerst entnommen werden müssen, schnell zu identifizieren:
  • Schnelles Auslesen: schnelles Scannen der Artikel zur Überprüfung des Eingangsdatums.
  • Intelligente Etiketten: RFID-Technologien ermöglichen die Nachverfolgung des Verlaufs jedes Produkts, ohne jedes Etikett manuell scannen zu müssen.
  • Spezialregale und Racks
Schwerkraftgesteuerte Regale oder dynamische Racks sind physische Einrichtungen, die die automatische Anwendung von FIFO ermöglichen. Die ältesten Artikel werden vorne platziert und neue werden hinten hinzugefügt, sodass ältere Produkte stets zuerst entnommen werden. Diese Systeme sind besonders nützlich in Hochrotationsumgebungen wie Lagern oder Supermärkten:
  • Kontinuierlicher Fluss: Artikel rücken automatisch nach vorne, wenn ältere entnommen werden.
  • Schneller Zugriff: Mitarbeiter können ältere Produkte entnehmen, ohne neuere umlagern zu müssen – was Zeit und Aufwand spart.
  • ERP (Enterprise Resource Planning) mit Bestandsverwaltung
Ein ERP integriert verschiedene Geschäftsprozesse, einschließlich der Bestandsverwaltung, in einem einzigen System. Ein gut konfiguriertes ERP kann die FIFO-Methode in Kombination mit anderen Funktionen wie Rechnungswesen, Logistik und Produktion anwenden:
  • Zentralisierte Datenverwaltung: Das ERP zentralisiert Produktinformationen und ermöglicht die Nachverfolgung von Ein- und Ausgängen nach FIFO-Regeln.
  • Bedarfsplanung: nutzt FIFO-Daten zur Planung von Nachbestellungen und Vermeidung von Über- oder Unterbeständen.
  • Automatische Warnmeldungen: sendet Warnungen, wenn ältere Artikel vorrangig verwendet oder verkauft werden müssen.
  • Mobile Apps zur Bestandsverwaltung
Mobile Apps ermöglichen es Lagermitarbeitern, Bestände direkt von ihrem Smartphone oder Tablet aus zu verwalten und dabei die FIFO-Methode einzuhalten. Diese Apps verbinden sich häufig mit dem WMS oder ERP und ermöglichen die Echtzeit-Erfassung von Artikelbewegungen:
  • Zugänglichkeit und Mobilität: Bestandsverfolgung von jedem Punkt im Lager aus.
  • Echtzeit-Aktualisierung: Informationen zu Bestandsbewegungen werden sofort im zentralen System aktualisiert, was die FIFO-Anwendung erleichtert.

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Fazit
Insgesamt ist die FIFO-Methode ein wichtiger Hebel zur Optimierung der Bestandsverwaltung und zur Vermeidung von Obsoleszenz – insbesondere für verderbliche Produkte. Einfach umzusetzen und effektiv, gewährleistet sie eine bessere Bestandsrotation bei gleichzeitig transparenter Buchführung. Durch ihre Einführung und den Einsatz geeigneter Tools maximieren Sie Ihre betriebliche Effizienz und minimieren Verluste – was sich direkt in einer verbesserten Rentabilität niederschlägt.

Häufig gestellte Fragen

FAQ: Alles, was Sie über die Optimierung Ihres Außendienstes wissen müssen

Wie lange dauert es, bis sich die Investition auszahlt?

In der Regel zwischen 3 und 6 Monaten, je nach Reifegrad der Organisation und dem Grad der Umsetzung, wobei zunächst schnelle Kosteneinsparungen erzielt werden, gefolgt von einem allmählichen Umsatzwachstum.

Mit welchen Instrumenten lässt sich ein Vertriebsteam optimieren?

Ein CRM, eine Routenoptimierungssoftware und Tools für das Vertriebsmanagement.

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Warum sollte man seinen Kundenstamm segmentieren?

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